Kirche findet Stadt
Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur in sozial-kulturellen und sozial-ökologischen Netzwerken der Stadtentwicklung

Mit dem ökumenischen Kooperationsprojekt Kirche findet Stadt wollen die evangelische und die katholische Kirche zusammen mit ihren jeweiligen Wohlfahrtsverbänden, Diakonisches Werk der EKD und Deutscher Caritasverband, die Rolle von Kirche in ihren unterschiedlichen Facetten als Akteur der integrierten Stadtentwicklung untersuchen und weiterentwickeln. An Referenzstandorten mit kirchlichen Initiativen in ganz Deutschland soll aufgezeigt werden, wie Stadtteilentwicklung bereits jetzt durch das Engagement der Kirchen unterstützt wird. Diese Praxiserfahrungen werden auf Bundesebene durch eine gemeinsame Steuerungsgruppe und Transferstelle zusammengeführt und ausgewertet.
Inhalte und Ziele
Das Projekt Kirche findet Stadt (KfS) leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik und unterstützt damit die Ziele der Leipzig Charta von 2007 zur integrierten Stadtentwicklung.
Kirche findet Stadt lotet bundesweit Möglichkeiten neuer Ansätze der Zusammenarbeit von Kirchen und ihren Wohlfahrtsorganisationen in themen- und sektorübergreifenden lokalen Entwicklungspartnerschaften aus. Denn eine integrierte Stadtentwicklung bezieht alle relevanten Akteure, Handlungsebenen und Handlungsfelder ein.
Praxis vor Ort
Die innovative Herausforderung dieses Projekts liegt in der Erprobung von Entwicklungspartnerschaften unterschiedlicher Akteure, die bereits vor Ort aktiv sind. Bundesweit wurden über einen Aufruf Standorte identifiziert, an denen kirchliche Initiativen, Kirchengemeinden, kirchliche Träger und Wohlfahrtsverbände ihre Potenziale zur Etablierung lokaler Entwicklungspartnerschaften in innovativer Weise in die Stadtentwicklungspolitik einbringen. Es geht darum, nicht mehr nur einzelne Menschen oder Gruppen in den Fokus kirchlich-diakonischen Handelns zu stellen, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer Quartiere oder Dörfer zu betrachten. Die Vielfalt der Beispiele und deren Einbettung in Bundes- und Landesprogramme, aber auch in regionale und sozio-kulturelle Kontexte (wie z.B. in den Bistums- und Landeskirchenstrukturen) soll angemessene Berücksichtigung finden. Damit lassen sich Erkenntnisse und Empfehlungen auch bundesweit ableiten.





