Pfullingen

PAULA – Lebendige Nachbarschaft in Pfullingen

PAULA ist ein gemeinsames Modellprojekt von Samariterstiftung und Diakonie-Sozialstation Pfullingen-Eningen u.A. e.V. PAULA ist eine Initiative für Freiwilliges Engagement zum Thema "Lebensqualität und Unterstützung bei Pflege zu Hause" im Sinne einer gemeinsamen lokalen Verantwortungsgemeinschaft. PAULA steht für lebendige Nachbarschaft in Pfullingen und soll diese fördern und voranbringen. Gutes Leben im Stadtteil heißt, mit anderen Bürgern im Gespräch sein, die Nachbarschaft zwischen den Generationen gestalten. PAULA bietet eine Anlaufstelle mit Beratung, einen Besuchsdienst, initiiert Nachbarschaftstreffen, z. B. Nachbarschaftsfrühstück für Pfullinger Bürger. Im Südwesten Pfullingens unterstützt die evang. Thomaskirchengemeinde die Initiative.

 

  • Eingang BürgertreffEingang Bürgertreff
  • Frühstück 24.04.2015Frühstück 24.04.2015
  • WochenmarktWochenmarkt




„Zuhause bin ich nur am Putzen und am Machen. Wenn ich dann zu ihr komme, komme ich aus dem Alltag raus – das ist einfach schön.“
Eine Frau aus dem Besuchsdienst, die eine ältere Dame besucht


 

Hauptziele und Inhalte

Grundlegendes Ziel ist es, einen Weg vom Sozialstaat zur Bürgergesellschaft einschlagen. Es geht darum, sich gegenseitig in der Nachbarschaft wieder mehr zu unterstützen, hinzuschauen und hinzuhören, wo jemand Hilfe braucht. Das ist Grundlage für ein langes, selbst bestimmtes Leben trotz Hilfsbedürftigkeit in der eigenen häuslichen Umgebung. Diakonie und Kirche übernehmen hierbei gesellschaftliche Verantwortung und moderieren Prozesse zur Entstehung einer lebendigen Nachbarschaft. Aber: Kirche und Diakonie sind ein Teil des Ganzen; sie sind nicht diejenigen, die bestimmen, in welche Richtung der Zug fährt. Menschen/Bürger vor Ort entscheiden über die Richtung, die sie einschlagen wollen und die Angebote, die sie benötigen. Entwicklung geschieht nur, wenn auch andere mitziehen/gewonnen werden können.

Konkrete Aufgaben in Pfullingen: Lebendige Vereinsstrukturen aufgreifen, die im Sinne von Menschen mit Unterstützungsbedarf vernetzt werden können. Instrumente dafür sind in Pfullingen bisher der Aufbau einer Anlaufstelle für Beratung und Vermittlung von ehrenamtlichen Besuchen, die intensive Schulung und Begleitung der Engagierten sowie die Organisation von Nachbarschaftstreffen, z. B. auch im Rahmen eines Nachbarschaftsfrühstücks.

 


 „Ich finde PAULA eine wunderbare Idee: Sich um Nachbarn kümmern und dabei Hilfe und Rat in einer Gruppe erfahren.“
Eine Ehrenamtliche aus der Besuchsdienstgruppe


 

Innovative Aktivitäten und Perspektiven

  • Arbeit im Stadtteil, vor Ort bei den Menschen sein - weg von zentralen Treffpunkten, dezentral in die Viertel der Stadt gehen
  • Nachbarschaftstreffen im Stadtteil (auch outdoor) organisieren, mit Tischen und Bänken, Kaffee und Gebäck; Ehrenamtliche finden, die die Vorbereitung und Durchführung der Treffen in ihrer Nachbarschaft übernehmen
  • Nachbarschaftsfrühstück durchführen: Menschen miteinander bekannt machen, Plattform/Anlass bieten, damit Menschen in Kontakt kommen, sehr niederschwelliges Angebot
  • Konzentrierte, professionelle Ausbildungsreihe für neue Ehrenamtliche, sehr eng getaktet, damit ein positives Gruppengefühl entstehen kann; auch im Nachgang, wenn Besuche stattfinden, enge Begleitung und monatliche Treffen

 

Was ist das Modellhafte am Projekt oder durch welche Innovation zeichnet es sich aus?

  • Gute Nachbarschaft in den Stadtteilen von Pfullingen dezentral anregen, Hilfe zur Selbsthilfe leisten
  • Durch Besuchsdienst einer Vereinsamung von Menschen entgegenwirken, frühzeitig Hilfebedarfe erkennen und Hilfen vermitteln
  • Freiwilliges Engagement ohne Bezahlung fördern/Verantwortungsgemeinschaft aufbauen

 

Nächste Etappen

  • Nachbarschaftliche Treffen in weiteren Stadtteilen initiieren
  • Weitere Kirchengemeinden für die Zusammenarbeit gewinnen
  • Weitere Kontakte zur Vereinen und Institutionen aufbauen
  • Beratungslücken schließen, evtl. Wohnraumberatung in Kooperation mit Kreisseniorenrat etablieren

 


„Für so schöne Momente, die PAULA möglich macht, lohnt es sich hart zu arbeiten!“
Britta Eichler, Mitarbeiterin der Anlaufstelle PAULA


 

   

evangelisch

 
   

Stadt

Pfullingen

 

Bundesland

Baden-Württemberg

 

Einwohnerzahl

Pfullingen: ca. 18.000

 

Projektträger

Samariterstiftung und Diakonie-Sozialstation Pfullingen-Eningen u.A. e.V.


Rechtliche Trägerstruktur

Kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts
Eingetragener Verein


Ansprechpartner

Andreas Schlegel
Referent für Quartiersentwicklung, Samariterstiftung
Schlossweg 1
72622 Nürtingen
Tel.: 07022-505 268
Fax: 07022-505 255
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.samariterstiftung.de
www.zeit-fuer-menschen.de

 

Kooperationsstrukturen

  • Thomaskirchengemeinde Pfullingen
  • Diakonisches Werk Württemberg
  • Leiter Ordnungsamt Pfullingen
  • Bürgertreff e. V.
  • Altenhilfefachberatung Landkreis Reutlingen