Osnabrück-Lüstringen

Jedes Kind braucht einen Engel & Hilfen im Alter

 In diesem Projekt der gemeinwesenorientierten Diakonie im Osnabrücker Stadtteil Gretesch-Lüstringen und Darum arbeiten wir mit mehr als 70 Ehrenamtlichen seit 2009 für Kinder, Familien und Senioren in Notlagen.

„Jedes Kind braucht einen Engel“ (JKBEE) besteht aus der Hausaufgabenbetreuung für Kinder der Grund- und Förderschule im Stadtteil (weil manchmal keiner da ist, der helfen kann), der Kinderferienbetreuung (weil Kinder 13 Wochen Ferien haben, Eltern aber nur sechs Wochen Urlaub) und dem sozialen Laden für Kinderkleidung & Mehr mit Familiensprechstunde, Familienausflügen und Hilfen zum Schulanfang (weil Kinder manchmal zu teuer sind und die Sorgen so groß). Mit „Hilfen im Alter“ bekommt JKBEE einen weiteren Projektbereich, in dem wir explizit Antworten suchen auf die Fragestellungen des älter werdenden Stadtteils. Hier arbeiten wir von vornherein ökumenisch mit unserer katholischen Schwestergemeinde zusammen.

Den Stadtteil zu einem „sorgenden“ Stadtteil entwickeln – das ist unsere gemeinsame Vision!


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Es ist bemerkenswert, wie schnell unsere neuen Bausteine jeweils im Stadtteil angenommen werden, fast so, als hätten die Bürger nur darauf gewartet. Wir scheinen immer wieder genau den Puls der Zeit zu treffen. Und genau das motiviert.
Daniela B., seit 4 Jahren dabei und im Leitungskreis



 

Hauptziele und Inhalte

Ziel von JKBEE und „Hilfen im Alter“ ist die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements und somit der Aufbau eines sorgenden Stadtteils. Somit ist auch Ziel, Kooperationen verschiedenster Partner (Kirchengemeinden, Arbeitsbereiche der Stadt Osnabrück, Sozialverbände, Diakonie und Caritas, Akteure vor Ort) zu entwickeln und zu verstetigen.

Konkret verwirklichen sich die Ziele in den folgenden Projektbausteinen:

  • Hausaufgabenbetreuung an drei Tagen in der Woche mit Mittagessen als Unterstützung auf dem Bildungsweg (20 Plätze, die für Flüchtlingskinder aufgestockt werden).
  • Kinderferienbetreuung – als Unterstützung für berufstätige Eltern und als Ferienerlebnis
  • Sozialer Laden mit Familiensprechstunde, Familienausflügen, Hilfen zum Schulanfang und Schulübergang und mit unserem Wissen um andere, die helfen können.

 

„Hilfen im Alter“ entwickelt:

  • Erwachsenenkleidung im sozialen „Laden“ (seit 09/2014)
  • den „Kaffee-Treff“ im Laden für Ältere im Stadtteil (seit 09/2014)
  • die „bunte Beratungsstelle“ in Räumen an der Mindener Straße. Hier sollen „alle“ kompetenten Partner aus der Stadt Osnabrück feste Beratungszeiten anbieten. So wird Beratung vor Ort erreichbar. Die Vernetzung mit dem Kaffeetreff ist geplant, um die Schwelle zu senken.
  • der mobile Einkaufswagen als Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst ist gestartet (09/2015).

 

Neben diesen verwirklichten (oder nah verwirklichten) Bausteinen ist eine sozialräumliche Vernetzungsstruktur aller relevanten Akteure aufzubauen.

 

Innovative Aktivitäten und Perspektiven

„Jedes Kind braucht einen Engel & Hilfen im Alter“ ist über Jahre „von unten“ gewachsen (bottom – up) und nicht durch öffentliche Förderungen gesichert. Im Ursprung (2008) war nur eine ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung für Kinder ohne Unterstützung auf dem Bildungsweg geplant. Diese Arbeit hat dann aber den Blick der Ehrenamtlichen für die Lebenswirklichkeit benachteiligter Kinder in einem Stadtteil geschärft, der eigentlich nicht zu den Brennpunktstadtteilen Osnabrücks gehört. So entstanden dann die weiteren Projektbestandteile in einem Dialog zwischen Ehrenamtlichen und Diakon sowie Pastor und Kirchenvorstand.

 

Als „Glücksfall“ erwies sich in der Rückschau die Kürzung der Diakonenstelle um 75% auf eine Viertel-Stelle im Jahr 2009. Einerseits mussten deshalb Arbeitsfelder zurückgebaut und abgeschlossen werden – andererseits eröffnete sich ein kreativer Widerstand mit neuen Ideen und deren Finanzierung, an denen seitdem unzählige Spender und Förderer mitwirken. In seiner partizipativen Entwicklung entspricht JKBEE annähernd einem Graswurzel-Projekt und ist damit ein markanter Vertreter der Gemeinwesendiakonie, wie sie in einer Kirchengemeinde wachsen kann. Weil der Stadtteil kein Brennpunktstadtteil ist, aber seine Brennpunkte hat, ist es gelungen, seine Stärken für die Benachteiligten zu aktivieren! Ein Umstand, der inzwischen eine deutliche Wirkung über den Stadtteil hinaus entfaltet.

   

ökumenisch

 
   

Stadt

Osnabrück

 

Bundesland

Niedersachsen

 

Einwohnerzahl

Osnabrück: ca. 155.000
Darum/Gretesch/Lüstringen: ca. 7.400

 

Projektträger

Ev.-luth. Petrusgemeinde Gretesch-Lüstringen-Darum in Kooperation mit der Kath. Kirchengemeinde Maria Hilfe der Christen


Rechtliche Trägerstruktur

Kirchengemeinden


Ansprechpartner

Diakon Jörg Christian Lindemann
Albert-Schweitzer-Str. 33
49086 Osnabrück
Tel.: 0541-600 990 70
Fax: 0541-38 49 72
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.jkbee.de

 

Kooperationsstrukturen

  • Ev.-luth. Petrusgemeinde, Kirchenkreis Osnabrück, katholische Kirchengemeinde Maria Hilfe der Christen
  • Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück, Diakonie in Niedersachsen (fachberatend), Caritas im Bistum Osnabrück (fachberatend)
  • Diakoniewerk Osnabrück, Malteser Hilfsdienst, weitere werden eingebunden
  • Stadt Osnabrück: Sozialdienst Ost, Seniorenservicebüro, Kinder- und Familienservicebüro, Freiwilligenagentur, Sozialdezernentin/Oberbürgermeister
  • Mitglieder der Seniorenkreise beider Kirchengemeinden (Kontakt)
  • Ortsverein Lüstringen (Kontakt)
  • Waldschule Lüstringen (Grundschule), Bergschule Lüstringen (Förderschule), DRK-Kita und Hort, städt. Kita – jeweils im Kontakt
  • Jobcenter Osnabrück
  • Arbeitskreis „Wohnen und Leben im Alter“ der Stadt, Mitwirkung in weiteren Arbeitskreisen entwickelt sich, Diakonieausschuss des Kirchenkreises Osnabrück